Rolf Armstrong
( 1889 - 1960 )


mit Zoe Mozert und Norman Rockwell
1942


mit Modell - ca. 1940

Rolf Armstrong wurde 1889 in Bay City, Michigan, als Sohn von Richard und Harriet Armstrong geboren. Im Jahr 1899 zogen die Armstrongs nach Detroit und Rolf begann ein starkes Interesse für Kunst zu entwickeln. Seine ersten Sketche handeln von Seemännern, Boxern, Cowboys und anderen "Macho" Typen.
Armstrong zog nach Chicago und verdiente sich sein Studium am rennomierten "Art Institute of Chicago" mit der Unterrichtung in Boxen, Baseball und Kunst. Als ehemaliger Profiboxer und passionierter Seemann, wurde, der zwar rauhbeinige, aber symphatische Rolf Armstrong selten ohne seine Seemannsmütze gesehen. Armstrong zog nach New York und begann 1912 Covers für das "Judge" Magazin zu entwerfen. Sein erstes Kalender Girl zeichnete er 1919 unter dem Titel "Dream Girl" und seine Zeichnungen waren bald als "The Armstrong Girl" bekannt. Er schien eine Vorliebe für junge Gören zu haben, die er mit überheblicher Ausstrahlung illustrierte.

In den 20ern kam Armstrong, der amerikanische Vater der Pin-Up Kunst zu Ruhm. Sein Malstil in Pastell brachte eine Vielzahl von berühmten Nachfolgern hervor, wie z. B. Billy deVorss, Earl Moran und Zoe Mozert. Obwohl er viele Titelblätter für Magazine zeichnete, waren es seine langbeinigen "Calendar Girls" für "Brown & Bigelow", die mit ihrem strahlenden Lächeln und wallenden Mähnen den Standard für die Glamour-Kunst setzten. Armstrong arbeitete auch für die Magazine "College Humor", "Life" and "Shrine", zu seinen Werbeauftraggebern gehörte unter anderem "Oneida Silverware". In seinem Studio in Manhattan kreierte er Originale mit sehr großen Ausmaßen, sein übliches Maß lag bei 39 x 28 Zoll. Er arbeitete mit einer Palette von 3600 Farben und "lebendigen" Modellen und seine Bilder gehören heute - soweit noch vorhanden - zu den wertvollsten PinUps weltweit.
Bis in die 1950er zeichnete er seine Bilder, sah sich aber immer größer werdender Konkurrenz gegenüber. Alberto Vargas, Gil Elvgren, Earl Moran und Zoé Mozert waren die neuen Künstler, deren aufkommender Ruhm ihn zu dem Entschluß brachten Ende der 1950 in den Ruhestand zu gehen. Glücklicherweise hatte er genügend Geld gespart und gut angelegt, so dass er ein angenehmes Leben führen konnte. Im September 1959 zog er nach Waikiki, Hawaii, wo er einige Monate später, im Februar 1960, starb.


Parts in seinem Studio - 1945


Selbstbildnis


mit Henry Fonda und James Cagney

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